Körperverletzung und Pandemie
Die Strafbarkeit der Infektion mit SARS-CoV-2 nach den §§ 223 ff. StGB
Körperverletzung und Pandemie
Die Strafbarkeit der Infektion mit SARS-CoV-2 nach den §§ 223 ff. StGB
Die Untersuchung behandelt die strafrechtliche Verantwortlichkeit bei einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Infektion mit SARS-CoV-2 nach den
223 ff. StGB. Der häufig milde oder symptomlose Verlauf der Infektion macht eine solche Strafbarkeit - anders als bei HIV - kompliziert. Bei fahrlässigen Delikten könnte zwar eine Verletzung von Sorgfaltspflichten - wie das Nichterkennen der Infektion - eine Strafbarkeit begründen. Das übergeordnete Kausalitätsproblem der naturwissenschaftlich kaum nachweisbaren Infektion bleibt aber bestehen. Eine Strafbarkeit ist deshalb nur im Ausnahmefall denkbar. Im Fokus steht auch die sog. »Querdenker-Bewegung«. Rechtfertigungsgründe kommen ihr nicht zugute. Im Einzelfall ist aber ein Verbotsirrtum möglich. Diese scheinbare Lücke im deutschen Strafrecht könnte durch die Schaffung eines abstrakten Gefährdungsdelikts geschlossen werden. Dem steht allerdings das Ultima-Ratio-Prinzip entgegen.
1. EinleitungZur Aktualität und Bedeutung der Thematik - Gang der Untersuchung2. Medizinischer HintergrundSARS-CoV-2 und COVID-19 - Prophylaxe3. KörperverletzungsdelikteVorsätzliche Körperverletzung, 223, 224 StGB - Fahrlässige Körperverletzung, 229 StGB - Schwere Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge, 226, 227 StGB4. Spezifische Aspekte des Allgemeinen TeilsRechtswidrigkeit - Schuld5. Möglichkeit einer Strafbarkeit neben den 223 ff. StGBStrafbarkeit de lege lata - Strafbarkeit de lege ferenda6. Zusammenfassung der Ergebnisse
Simmer, Alessandra
ISBN | 9783428193271 |
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Artikelnummer | 9783428193271 |
Medientyp | Buch |
Copyrightjahr | 2025 |
Verlag | Duncker & Humblot |
Umfang | 329 Seiten |
Abbildungen | 1 Tab., 1 Abb.; 329 S., 1 schw.-w. Abb., 1 schw.-w. Tab. |
Sprache | Deutsch |